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Presse

Auf Noahs Spuren -ein Stadtspaziergang zu jüdischen Orten in Hagen
21.08.2006

Zum ersten Mal fand jetzt mit Kindern und Erwachsenen ein Stadtspaziergang zu jüdischen Orten in Hagen unter dem Motto „Auf Noahs Spuren“ auf Einladung des Spielmobils der Evangelischen Jugend Hagen und der Evangelischen Erwachsenenbildung statt.

Nach einem ausgiebigen, gemeinsamen Frühstück um 10 Uhr im Jugendpfarramt machten sich 16 Kinder mit einem Mäusebutton und einem persönlichen Stadtplan mit etlichen Begleitern auf den Weg.
Stationen dieses außergewöhnlichen Spaziergangs waren: Der Adolf-Nassau-Platz, das Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße, der Friedrich-Ebert-Platz, der Dr. Ferdinand-David-Park und die Synagoge in der Potthofstraße. Die Iserlohner Autorin Sabine Hinterberger erzählt anhand einer kindgerecht aufbereiteten Geschichte von Nathan und Noah, zwei Mäuseriche, die im Spielmobil wohnen, Aspekte des vergangenen jüdischen Lebens in Hagen.

Nach dem Frühstück bereitete Sabine Hinterberger ihre kleinen Zuhörer anhand von Alltagsszenen der beiden Mäuse auf die Stationen des Spaziergangs durch die Hagener Innenstadt vor. Sowohl Adolf Nassau als auch Dr. Ferdinand David waren zwei jüdische Rechtsanwälte, die versucht haben, sich für ihre jüdischen Mitmenschen während der Nazi-Zeit einzusetzen. Dr. David emigrierte nach der Reichspogromnacht 1938 zuerst nach England und dann in die USA.

Im Park am Allerwelthaus trafen die kleinen Spaziergänger auf das Spielmobil und konnten sich beim Spiel mit den Fahrzeugen vom anstrengenden Thema entspannen. Eva und Hagay Feldheim, dem zweiten Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, begrüßten die Kinder auf Noahs Spuren für eine Stunde in der Synagoge. Nach Erklärungen über den jüdischen Glauben und seine Feste, der bunten Synagogenfenster und der Vorstellung einer Thora-Rolle durften die kleinen Gäste Fragen stellen. Besonders zum heutigen jüdischen Leben in Hagen wollten die jungen Fragesteller Vieles wissen. Mit einer Einladung zur Schabbat-Feier entließen die Feldheims ihre ungewöhnliche Besuchergruppe. Zurück im Jugendpfarramt bekam jedes Kind die vom Jugendring Hagen herausgegebene Broschüre „Auf Noahs Spuren“ – und natürlich musste die anwesende Autorin Sabine Hinterberger jedes Exemplar signieren. An den zufriedenen Gesichtern beim Abschied wurde noch einmal deutlich, dass die kindgerechte Heranführung an ein schwieriges Thema geglückt war.



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